Schloss und Park Oranienbaum

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Schloß Oranienbaum Foto:Kulturstiftung Dessau Wörlitz

Als aus dem einstigen Dörfchen Nischwitz Oranienbaum wurde, entstand ein barockes Gesamtkunstwerk von Stadt, Schloss und Park mit englisch-chinesischem Garten und großer Orangerie.

Das Schloss, flankiert von Nebengebäuden, öffnet sich zur Stadt, zum Marktplatz hin, auf dem ein schmiedeeiserner Orangenbaum steht, Symbol der Oranier. Die Stadt wiederum, so will es scheinen, öffnet sich zum Schloss hin. Eine beinahe demokratische, auf jeden Fall aber niederländische Anmutung.

Gärtnerische Weltreise von England nach China

Seinen heutigen Namen verdankt Oranienbaum Henriette Catharina von Oranien-Nassau, der Ehefrau des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau. Er machte ihr 1773 das Dorf Nischwitz zum Hochzeitgeschenk. Henriette Catharina beauftragte den holländischen Baumeister Cornelis Ryckwaert mit der Planung des Ensemble, an dem er bis an sein Lebensende arbeitete und dessen Sohn sein Werk fortsetzte.

Später griff Fürst Franz mit seinen Landesverschönerungsplänen auch in die Oranienbaumer Anlagen ein. Er ließ den Inselgarten neben dem Schlossparterre umgestalten. Entstanden ist eine idyllische Insellandschaft mit dem chinesischen Teehaus und der fünfgeschossigen Pagode auf der Spitze eines steinigen Hügels. Dieser englisch-chinesische Garten ist heute der einzige noch erhaltene in Deutschland.

Eindrucksvoll ist auch die 1818 vollendete Orangerie am Südrand des Parks, die mit einer Länge von 176 Metern die längste Europas.

Fayencen, Ledertapeten und Tabakgeschichte

Hochspannend für den heutigen Besucher ist der Stück für Stück wieder erstehende Glanz des Schlosses, den die Denkmalpfleger und Restauratoren als Work-in-Progress-Prozess verstehen und zeigen. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden gab dem Haus seinen Glanz, von dem heute unter anderem noch der Sommerspeisesaal mit historischen Fliesen, die Porzellangalerie mit ihren einmaligen Ledertapeten und der Spiegelkristallsaal zeugen.

Im Schloss befindet sich die Dauerausstellung „Die Geschichte der Jagd in Anhalt-Dessau“ sowie im Kavalierspavillon die Ausstellung „Das Haus des Sammlers – TabakCollegium“. Der Tabakanbau hatte in Anhalt eine lange Tradition. Im Jahr 1693 erhielt der erste Landwirt in Oranienbaum das Privileg zum Tabakanbau.

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Kontakt

Kulturstiftung DessauWörlitz
Schloss Oranienbaum
06785 Oranienbaum-Wörlitz

Tel.: +49 34904 20259 
Fax: +49 34904 30963

schloss-oranienbaum@ksdw.de
gartenreich.com

Öffnungszeiten

Geöffnet vom 30. März bis 31. Oktober 2018. Sie können das Schloss im Rahmen einer einstündigen Führung besichtigen:

März bis April sowie 08.10.-31.10.
Sa, So, Feiertage: 10-17 Uhr

Mai bis 07.10.
Di -​ So, Feiertage: 10-17 Uhr

Eintritt 6,00 €

Gruppenführungen

Führung im Schloss Oranienbaum, Dauer 1 h
Preis: 50 € +6 € Eintritt pro Person (ab 15 Personen, auch außerhalb der Öffnungszeiten)

Kombinierte Schloss- und Parkführung Oranienbaum, Dauer 1,5 h
Preis: 12 € pro Person bei Gruppen ab 15 Personen

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